Teppichboden & Gesundheit

Ein immer aktuelles Thema ist die Verbindung des Bodenbelages mit dem persönlichen Wohlbefinden. Die Vorzüge, die ein hochwertiger Teppichboden oder Teppichfliesen gegenüber eines Hartbelages bietet, sind vielfältig. Selbst in Krankenhäusern, wie z.B. im Aachener Klinikum, liegt in den Patientenzimmern Teppichboden.

Ein weiteres Thema ist die Verwendung eines Teppichbodens bzw. Teppichfliesen bei einer Hausstaubmilben-Allergie. Teppichboden ist staubbindend. Die Allergene sowie der normale Hausstaub werden durch den Flor des Teppichbodens bis zur Reinigung, z.B. durch einen Bürstsauger, festgehalten. Dadurch verringert sich die Staubkonzentration in der Luft um bis zu 50%. Ein Teppichboden bzw. Teppichfliesen ist nicht der ideale Lebensraum für Hausstaubmilben. Der befindet sich in Betten oder auf bzw. in Couchgarnituren. Für die Existenz der Hausstaubmilbe ist ein feucht-warmes Klima erforderlich, dessen Temperatur zwischen 15 – 30 Grad Celsius und 55 – 80% relativer Luftfeuchtigkeit beträgt. Eine Hausstaubmilbe produziert im Laufe ihres 3 – 5 Monate langen Lebens etwa das 200-fache ihres Gewichtes an Exkrementen, die nach einiger Zeit zu Feinstteilchen zerfallen und sich mit dem Hausstaub verbinden. Dieser Feinststaub kann aufgewirbelt und inhaliert werden. Die Hausstaubmilben selbst übertragen keine Krankheiten.

Niemand hätte geglaubt, dass die Feinstaubbelastung in Innenräumen, also dort, wo wir uns eigentlich sicher fühlen, den Grenzwert deutlich übersteigen kann. Genau dies hat die Untersuchung des deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) nachgewiesen.

In insgesamt 100 Haushalten wurde der Feinstaub durch die Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik, kurz GUI, gemessen. In Haushalten mit Glattböden – bspw. Keramikfliesen, Parkett, Laminat, PVC – ermittelten die Wissenschaftler an insgesamt 186 Messpunkten einen durchschnittlichen Wert von 62,9 µg/m³, also einen deutlich höheren Wert, als für bundesdeutsche Innenstädte zulässig ist. Zu befürchten ist darüber hinaus, dass diese Werte ganzjährig erreicht werden.

In Haushalten mit Teppichboden – fliesen wurde dagegen an insgesamt 104 Messpunkten ein durchschnittlicher Wert von 30,4 µg/m³ gemessen, also weniger als die Hälfte der Belastung in Räumen mit Glattböden.

.